But Goldies

Die Bildqualität ist doch schon ein bisschen seeeehr angestaubt, aber die Soundqualität ist überraschend gut bei diesem Konzert aus den 70ern. Und die Qualität der Musik hat über die Jahre schomma gar nicht gelitten.

Herbie Hancock ist totaaaal bedröhnt (siehe seine Ansage bei 28:50), was wohl nicht nur von der Musik kommen mag. Herbie hat ja in seinem Leben einige Genres in seine Musik integriert, und daraus neue Sub-Genres geschaffen. Wie es aussieht auch eines das ich mal Stoner-Funk nennen würde.

Die Kameraleute bzw. die Bildredaktion hatte bestimmt auch mitgeraucht.

Funkmäßig würde ich aber mal behaupten, dass der Herbie ohne seine Headhunters schon relativ aufgeschmissen wäre.


Nicht ganz so alt, bzw. 20 Jahre jünger, ist das Konzert von Joe Zawinul mit Trilok Gurtu.
Bildquali nochmal nen Tick schlechter, Bild und Ton nicht ganz synchron, aber dafür ist die Tonqualität ganz in Ordnung. 90er Jahre Fernsehsound halt.

Musikalisch find ich’s ziemlich klasse, und hier kriegt man Songs zu hören, die es halt sonst nirgends gibt. Ich hatte sellamohls eine CD der beiden, die klang doch wesentlich steriler als dieses Konzert.


Aus 1987 stammt dieser Ausschnitt von einem Miles Davis Konzert, Tutu, dem Signature-Song aus den späten Jahren von Miles. Komponiert von Marcus Miller, der lange Musical Director bei Miles war, und der am Bass mehr als adäquat ersetzt wird von Darryl Jones, der, bevor er beschlossen hatte, seinen Lebensabend als Wanderbassist der Rolling Stones zu verbringen, ein richtig ernst zu nehmender Bassist war.

Übrigens war Foley in seiner Zeit bei Miles Davis immer als “Lead Bassist” geführt, was hauptsächlich darauf zurückzuführen war, dass er einen Bass mit Gitarrensaiten bespannt hatte. Was er gespielt hat, war aber schon “Gitarrenzeugs”. Mir hat das immer gut gefallen, ich fand, dass sein Sound besonders weich war, auch vom Anschlag her. Ist aber vielleicht halt seine Spielweise.


End of Goldies und Abbitte:

Das mit dem Lebensabend von Darryl Jones war natürlich etwas polemisch übertrieben, weil er ja auch noch andere Sachen macht, etwa mit Jean-Paul Bourelly (ex Defunkt) und Will Calhoun (ex Living Colors) wie in folgendem Ausschnitt zu sehen …

… oder hier zu hören ist, mit den 3 Brave Souls.

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