So viel Musik, so wenig Zeit …

40.000.000 Titel alleine auf Spotify (Stand März 2019). Keine Chance, da den Überblick zu behalten.

Im unüberschaubaren Meer der Hör-Möglichkeiten ist nur die Suche nach schon bekannten Titeln ein No-Brainer. Wenn man Neues entdecken will, ist man den Algorithmen von Spotify & Co ausgeliefert, die einem halt eher die großen Fische präsentieren, plus das was die anderen hören, plus mehr von dem, was man immer schon gehört hat.

Da gehen viele fantastische Künstler durch die groben Maschen dieser Rückkopplungsschleifen, wie z.B. Isamu McGregor, der trotz einer UNGLAUBLICHEN Live-CD nur auf 200 monatliche Hörer kommt.

Vergleiche dazu nur mal Miles Davis (1,8 Millionen) und Frank Zappa (850 Tausend). Beides überragende Künstler, aber das Verhältnis der monatlichen Zuhörer kann da niemals ein Hinweis auf die unterschiedliche Qualität der Musik sein.
Zudem sind die beiden tot und neues ist nicht zu erwarten.

Der Spotify-Algorithmus lässt sich, in Maßen, ganz gut trainieren. Stell dir den Algorithmus als eine Art Taschenlampe vor, die nachts in ein dunkles Meer leuchtet. Untrainiert ist der Lichtstrahl ziemlich breit, sodass man viel Oberfläche sieht. Das Trainieren entspricht einem Fokussieren des Strahls, der dann weniger Oberfläche zeigt, dafür aber tiefer reicht.

Ich finde, dass sich der Blick in die Tiefe lohnt. In der Tiefe tut sich eine so dass sich eine immer schillerndere Artenvielfalt vor einem auftut.

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