Auch für nicht ganz so Hartgesottene

Die Best-of-2019 Playliste mit 248 Titeln vom vorherigen Post ist ja nicht jedermanns Sache.

Deshalb kommen hier ein paar Playlisten à 10 Songs aus dem Jahres-Fundus, die ich inhalts-sensitiv benannt habe.
Kurz und schmerzlos, kurz und hörenswert:

Die poppige Liste:

Die bluesige Liste:

Die elegante Liste:

Die coole Liste:

Die heftige Liste:

Die spaceige Liste:

Die groovige Liste:

Die witzige Liste:

Die fröhliche Liste:

Die funkige Liste:

Die Liste mit den Songs, die wie eine Naturgewalt daher kommen:

Die Liste mit dem Besten vom Besten:

Irgendwie untergegangen ist E-12 von Myron McKinley … das eigentlich Platz 1 der Best-of verdient hätte. Keine Ahnung wie das passieren konnte, aber hier dann halt das Video zum Titel:

Tiefer gelegt

Es gibt wohl kaum Musik, die mehr Leute erreicht, als die Musik von Michael Jackson. Echt niederschwellig. Ich persönlich leg mir zwar nie nix von Jacko auf, aber wenn’s ab und zu von außen an mein Ohr dringt, dann muss ich mich nicht wegducken.

Tony Succar war mir bis vor kurzem unbekannt, bis er und seine Band mir mit folgendem Titel zwischen die Ohren gegrätscht sind:

Okay, okay, Uptown Funk ist von Bruno Mars …
… aber beim weiteren Stöbern nach Sachen von Tony Succar fallen hauptsächlich mal seine Michael Jackson Tributes auf. Und die haben es durchwegs in sich. Gute Laune, Mörder-Band und klasse Arrangements. Jacko goes Latin. Endlich mal Rhythmus hinter dem Geschluchze …

Prädikat: 100% partytauglich

Ich höre Stimmen

Rozzi Crane, oder einfach nur Rozzi, hat mich schon bei den Scary Pockets begeistert (hier der Link zum Beitrag vom 6.9.19). Neulich gab’s wieder ein paar neue Videos von ihr, das nehm ich mal als Anlass, sie nochmal ausführlicher vorzustellen.

Ich fang an mit diesem Video von 2015. Zusammen mit Kenton Chen und Sam Wilkes (beides auch regelmäßige Scary Pocketeers). Schöner Popsong mit wunderschönen Vocals. Was ich gar nicht glauben kann, ist, dass das Video in über vier Jahren nur auf 10.921 Aufrufe kommt. Einzig mögliche Erklärung: die Welt ist aus den Fugen.

Vom Kofferraum des Honda Civic ins Studio vier Jahre später. Wieder mit dabei: Kenton Chen.
Schöne Ballade. Phantastische Vocals. Und auch hier viel Luft nach oben bei den Klicks.

Womit es mir Zeit scheint, den Fokus mal kurz auf Kenton Chen zu legen.
Vielleicht hat’s schon jemand mitgekriegt, dass es von Scary Pockets einen neuen YouTube-Kanal gibt, genannt Stories. Scheint mir ein rein “akustischer” Kanal zu sein, und als einzigen Pocketeer finde ich Gitarrist Ryan Lerman mit dabei. Aber eben auch Kenton Chen und Rozzi.

Der alte Schmachtfetzen “Your Song” mit Kenton Chen geht mir direkt unter die Haut, nicht zuletzt weil ich Kamera und Licht ziemlich intim finde, und dadurch eine fast schon zerbrechliche Seite von Chen gezeigt wird. Sehr glaubhaft, weil er es als schwuler Pastoren-Sohn in einer Immigrantenfamilie bestimmt nicht immer leicht gehabt hat.

Weiter mit den “Stories”, aber jetzt wieder mit Rozzi (und ohne Ryan Lerman, nur mit Pianist Zac Ray … mir ist jetzt nicht mehr ganz klar, was das noch mit SP zu tun hat …). Eine Nummer von Rihanna, die ich im Original nicht kenne, auch nicht kennen muss, um die Performance von Rozzi bockstark zu finden. Und endlich stimmen auch mal die Klicks.

Schon mal was von den Treehouse Sessions gehört? Eine schöne Idee, Live-Auftritte in einem Baumhaus. In ein paar solcher Videos hab ich kurz reingeschaut, nix was mich auch nur irgendwie gefesselt hätte, außer halt Rozzi … phänomenal.
Über Paul Rodgers, den ersten Sänger, auf den ich seinerzeit abgefahren bin ( “Free At Last” war 1972 meine erste selbstgekaufte LP), hab ich mal gelesen, er könne keinen falschen Ton singen. Keine Ahnung ob das stimmt, gefühlt hab ich der Aussage zugestimmt, so wie jetzt bei Rozzi. Traumwandlerische Stimmsicherheit.

Und noch eins. Rozzi mit Angel Taylor auf dem Küchenboden. Cool. Und hot aber auch.

The Friendly Guy

Er hat sie alle gehabt: Pink!, Lady Gaga, J.Lo., Mariah Carey, Adele.

Aber auch Elton John, George Michael, Bruno Mars und Michael Bublé.

Mit George Michael und dem Red Nose Day ging’s 2011 los, und das daraus entstandene Konzept ist sowohl einfach wie absolut genial: Man lade beliebte Prominente zu einer Autofahrt mit einem freundlichen, beleibten Mann ein, unterhalte sich und singe zwischendrin lauthals Lieder (des Gastes???).

Der Brite James Cordon hat mit seinem Format “Carpool Karaoke” stellenweise fantastische Momente geschaffen, die natürlich nicht in erster Linie musikalisch interessant sind, sondern die aufgrund des beengten Raumes eine Intimität erzeugen, die in den besten Momenten die Menschen hinter den Prominenten-Fassaden zum Vorschein bringen.

Meine Lieblingsepisode ist die mit Paul McCartney. Absolut bezaubernd. Auch wenn einige Szenen ein bisschen nach scripted reality riechen.
Natürlich ist das alles in Englisch, aber auch mit Schulenglisch kommt man schon ganz schön weit. Es kommt ja auch auf die transportierte Stimmung an.

Übrigens: man kann sich bei YouTube ja auch Untertitel einblenden lassen. Mit dem fünften Symbol von rechts, in der Kontrolleiste unter dem Video, könnt ihr die Untertitel einblenden. Mit dem Symbol rechts daneben könnt ihr die Video-Einstellungen aufrufen und dort gibt es den Punkt “Untertitel”. Manchmal kann man sich die Sprache aussuchen, manchmal kann man nur “automatisch übersetzen” wählen, was dann Googles Übersetzer macht, mit den üblichen Einschränkungen. Probiert ruhig mal “Englisch” bei Paul McCartney oder “Englisch (automatisch erzeugt)” bei Michelle Obama. Bei Stevie Wonder gibt’s dann auch eine deutsche UT-Spur.

Die Folge mit Michelle Obama kommt dann für mich gleich dahinter auf Platz 2. Was für Zeiten das noch waren im Weißen Haus. Coolste First Lady ever. Ever!!!!!

Und Stevie Wonder ist ja eh außer Konkurrenz. Cool, wie er für Cordons Frau am Telefon “I just called to say James loves you” singt.

Unheimliche Taschen (plus)

Die Rede ist natürlich von den Scary Pockets.
Im Frühjahr 2018 wurde mir auf Spotify der Titel “Larry Pockets” vorgeschlagen. Was soll ich sagen, habe sofort 100 Punkte auf der 100 Punkte Skala vergeben. Larry Goldings als Keyboarder/Orgler hat mir gefallen seit ich ihn auf der CD Mo’ Roots von Maceo Parker gehört habe. Muss Anfang der 90er gewesen sein.
Und hier also mit einer Band namens Scary Pockets zusammen, auch namens-mäßig.

Supercool und funky.
Auf YouTube gibt’s mittlerweile 130 Videos, viele davon find ich schlicht und einfach saugudd. Jeden Montag kommt ein neues dazu. Witzige und respektlose Versionen von mehr oder weniger bekannten Hits.

Sagenhaft!

Keyboarder und Gitarrist bleiben immer die gleichen, alles andere wechselt ständig. Und immer gute Leute dabei.
Eine meiner Lieblingssängerinnen bei Scary Pockets ist obige Rett Madison.
Eine weitere kommt hier: Rozzi. Phänomenale Stimme. Phänomenales Timbre. Phänomenales Timing.

Leider find ich die neueren Sachen von Scary Pockets nicht so ansprechend.
Deshalb hier noch ein Titel von Rozzi herself (tja, was man halt so findet, wenn man in eine unheimliche Tasche rein greift)

Man beachte die beiden Typen, wie sie ab 3:20 tanzen …