März Playlist

Sitzen machen. Oder wie ein Tiger durch die Wohnung? Am End gar rumflacken? Kurz mal raus an die Luft um frische Viren zu tanken?

Alles Tätigkeiten, die mit Musik besser gelingen. Oder ohne.
Weiß auch nicht. Stimmung war schomma besser.

Hier die total überflüssige Playlist zum ersten Corona-Monat.

Ein paar Sachen sind dann doch erfreulich. ZB dass Trilok Gurtu nach gefühlten Jahrzehnten mal wieder ein Album gemacht hat. Und dass ein Titel namens Josef Erich darauf zu finden ist.

Oder dass es von Tineke Postma ma wieder was Neues gibt.

Oder dass ich noch was aus den Niederlanden gefunden hab, mit dem Gitarristen Anton Goudsmit, den wir vom letzten Monat von der Nummer “Don Rocko” kennen.

Februar Playlist

Wenn man rausschaut oder rausgeht, dann kann man kaum glauben, dass es Winter sein soll. Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich die letzten Monate höchstens 3x Eiskratzen müssen. Schneeschippen schomma gar nicht.
Da die Tomaten noch wässriger schmecken als sonst im Jahr, muss es ja irgendwo Winter sein. Ich vermute, dass die Tomaten jetzt nicht mehr aus Holland kommen, sondern vielleicht aus Schweden, wo’s bestimmt ganz kalt und dunkel ist.
So kalt und dunkel, dass bei Spotify wenig Frisches in den Regalen zu finden ist, sondern eher Sachen, die farb- und geschmacklos daher kommen.
Und letzte Woche wollten die mir doch tatsächlich in ihrem “Release Radar” einen Titel als total frisch und neu andrehen, der sich schon seit Wochen in meiner Playlist befindet.

Da kann man nur hoffen, dass dem Algorithmus langsam mal wieder ein Licht aufgeht, und mit den Tagen auch die Playlisten wieder länger werden.

Auch wenn in der Februarliste jetzt ein paar Titel zu finden sind, die man auch in die Abteilung “Edelschnarch” packen könnte, heißt das jetzt nicht, dass gar nix Peppiges zu finden wäre. Schon beim ersten Titel geht’s richtig ab. Ca. eine Minute vor Schluss spielen sie kurz “Smoke on the Water”, und zwar so scharf, dass man sich eine komplette Coverversion wünschen würde. Und beim zweiten Titel, täusch ich mich oder klingt das stellenweise ein bisschen nach “Stairway to Heaven”.
Die neuen Sachen von Anika Nilles spielen auch ordentlich gegen die Dunkelheit an, wie auch schon der Titel ihrer neuen CD verspricht: “For A Colorful Soul”.

Auch für nicht ganz so Hartgesottene

Die Best-of-2019 Playliste mit 248 Titeln vom vorherigen Post ist ja nicht jedermanns Sache.

Deshalb kommen hier ein paar Playlisten à 10 Songs aus dem Jahres-Fundus, die ich inhalts-sensitiv benannt habe.
Kurz und schmerzlos, kurz und hörenswert:

Die poppige Liste:

Die bluesige Liste:

Die elegante Liste:

Die coole Liste:

Die heftige Liste:

Die spaceige Liste:

Die groovige Liste:

Die witzige Liste:

Die fröhliche Liste:

Die funkige Liste:

Die Liste mit den Songs, die wie eine Naturgewalt daher kommen:

Die Liste mit dem Besten vom Besten:

Irgendwie untergegangen ist E-12 von Myron McKinley … das eigentlich Platz 1 der Best-of verdient hätte. Keine Ahnung wie das passieren konnte, aber hier dann halt das Video zum Titel:

Nur für Hartgesottene

Allmählich wird’s Zeit für den Jahresrückblick. Die üblichen Rückblicke gehen ja schon Anfang bis Mitte Dezember über den Äther, und da frag ich mich immer, obs denn im Dezember keine berichtenswerten Highlights mehr gibt, außer brennenden Lichtlein nix gewesen …

Andererseits ist ein Jahresrückblick, der erst im Februar auftaucht, auch nicht mehr so ganz zu vertreten. Also schnell noch zum Ende des Januars raushauen …

Das ist jetzt gar nicht so einfach.
Ich leg mir ja bei Spotify jeden Monat eine neue Playliste an, in der ich dann Songs sammle, die mir positiv auffallen. Diese Playliste hör ich mir dann im Folgemonat ein paarmal durch und sortiere die guten ins Töpfchen, sprich, die jeweilige Monatsplayliste, die ich dann auch hier vorstelle.

Am Ende des Jahres, bzw. zu Beginn des neuen Jahres, hör ich mir dann nicht die gekürzten und hier vorgestellten Playlisten durch, sondern die langen, und packe die dann in die Jahresplayliste die Sachen rein, die mich weiterhin begleiten sollen. Mir quasi ans Ohr gewachsen sind.

Beim ersten Auswählen spiel ich die Sachen natürlich nur an, aber wenn dann die erste Version der Playliste steht, hör ich sie schon etwas genauer durch. Beim Kochen, beim Putzen, in der Badewanne, im Auto, zu Fuß, beim Einschlafen und beim Aufwachen …

Nur so als Hausnummer: die erste Version war über 32 Stunden lang bei über 350 Songs.

Mittlerweile ist die Jahres-Rückblicks-Playlist von 2019 in der Best-of Version “nur noch” knapp 22 Stunden lang und knapp 250 Songs schwer. Beim intensiven Hören über die letzte Woche (per Zufallswiedergabe) sind mir keine Titel mehr aufgefallen, auf die ich verzichten möchte. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass der eine oder andere Titel noch fliegt.

WER WILL DAS HÖREN????

Nun, zuallererst mal ich.
Hier mal ne halbe Stunde zum Genießen, dort mal ne Stunde beim Kochen. Und wenn ich ins Allgäu fahre, mal vier Stunden ungestört und am Stück im Auto.

Würde mich freuen, wenn ihr auch ab und zu mal reinhören würdet. Zufallswiedergabe nicht vergessen. Und den Skip-Button rigoros benutzen, wenn euch der Titel nicht gefällt.
Bei 22 Stunden Musik könnte ja schon das eine oder andere dabei, das euch gefällt.

Januar Playlist

This playlist contains December music.

Habe mich entschlossen, die Monats-Playlisten umzubenennen, und zwar in den Monat, in dem sie tatsächlich an den Start gehen. Bisher war ja die “November Playlist” voll mit Musik, die mir im November über den Weg gelaufen ist, aber halt im Dezember veröffentlicht.

Zur Zeit brauch ich immer ein bisschen länger, bis ich mich durch meine ursprüngliche Playlist mit zuerst mal interessanten Titeln durchgehört habe und diese dann (in der Regel) um zwei Drittel gekürzt, hier vorstelle. Höre mir die Liste ja auch mindestens vierfünfmal durch, damit nur das Beste für euch hängen bleibt.
Und nu (Ende Januar) wär ja eigentlich die Dezember Playlist dran, die ich aber in [siehe Überschrift] umbenannt habe.

Auch wenn in den Playlisten immer auch Musik drin ist, die eben erst erschienen ist, ist es ja nicht mein Ziel, nur objektiv neue Sachen vorzustellen. Deshalb dürfen die Neuheiten vom Dezember ruhig in der Januar Playlist auftauchen. In der Januar Liste findet sich z.B. ein Titel von Gerald Gradwohl, der von 2003 ist. Also rein subjektiv neu. Und da ich zum Verallgemeinern neige, gehe ich davon aus, dass der Gradwohl Titel auch für die meisten von euch neu sein wird. Und wer weiß, Quantenscheiß, vielleicht ist der Titel ja auch für Gerald Gradwohl neu, weil ja immer das Beobachtete auch vom Beobachter abhängt.

Hoffe, dass jetzt auch der/die eine oder andere mit mir abhängt, die Füße hoch legt und ein wenig neben dem Alltag Platz nimmt, mit der guten alten neuen Januar Playlist.

Playlist November

Total vergessen. Here comes the Nachzügler:

Der November war jetzt kein soooo guter Monat für mich auf Spotify. Das fing an, als Spotify mir meine “Jahresbilanz” für 2018 zugeschickt hatten. 22641 Minuten lang habe ich offensichtlich Musik gehört. Bin mir jetzt nicht sicher, ob das viel ist. Runtergerechnet sind’s 16 Tage. Oder 48 Arbeitstage 😉 …

Aber nach dieser Mail ging das los, dass ich oft kaum brauchbare Vorschläge zu neuer Musik bekommen habe, stellenweise grauenhaftes Zeug. Das hat sich bis heute kaum gebessert, ich vermute, dass die wieder mal ein komisches Update für ihren Algorithmus gefahren haben. Jahresende, da wird schon schnell noch was rausgehauen, was nicht so ganz doll ist. Auch bei Amazon und Google hab ich Sachen festgestellt, die haarsträubend waren. Amazon, das eigentlich einen sagenhaften Such- oder besser Finde-Algorithmus hat, fand ein Buch nicht mehr, das ich aber über den Browserverlauf wieder lokalisiert habe. War vorrätig, bestellbar, aber nicht über die Suchfunktion zu finden. Und das im Weihnachtsgeschäft. Google hat z.B. mitgeteilt, dass wir auf unserer Akustikbilder Website 2019 Null Besucher hatten. Ein paar Tage später wurde berichtigt: 11.470 Besucher …

Und Spotify findet keine passende Musik mehr für mich, bzw. immer wieder nur dasselbe …
Der Jahresrückblick (den ihr bestimmt auch gekriegt habt, bzw. der auf eurer Spotify Startseite zu finden ist/war) ist bei mir schon fast eine Katastrophe. Mein “Lieblingskünstler” war Celeste Ng, bloß weil das verfickte (und saugute) Hörbuch in 267 Einzeltitel aufgeteilt war.
Das muss besser werden.

Und dann funktioniert das Newsletter-Plugin hier nicht mehr, bzw. es kann nichts mehr versenden. Mal schauen, wann ich den Fehler find …
… also gibt’s vorläufig keine Newsletter …

Und dann noch der Vorweihnachtsstress …
… soll heißen: sorry wegen Playlist-Verzug.

Oktober Playlist

So, ruckzuck is Mitte November, und also Zeit, die Playlist vom Vormonat zu posten.

Los geht’s mit dem britischen Bassisten Shez Raja. Der Name klingt irgendwie indisch, so auch das vorletzte Album “Gurutopia”. Bei dem Titel wär ich ja blöd, wenn ich das nicht vorstellen würde …
Und ich fress einen Besen, wenn da nicht good ol’ Mike S. für den Gitarrenpart verantwortlich ist.

“The Black City” hört sich für mich super schwarz an. Musste laut loslachen als ich gelesen hab, dass die aus Turin kommen …

Dann gibt’s noch die mittlerweile übliche Dosis Scary Pockets, und auch Mike Stern zusammen mit Jeff Lorber sind wieder mit dabei. Mir gefällt ihr Titel “Nu Som” ziemlich gut, finde dass sich immer wieder schöne Interferenzen zwischen den Instrumenten ergeben. Hat mich animiert zu recherchieren wer denn da Bass und Schlagzeug spielt, und siehe da, Jimmy Haslip (ehem. Yellow Jackets) und Dave Weckl. Easy Listening auf ganz ordentlichem Nivoh.

Mit Club des Belugas/Thomas Siffling gibt’s auch mal was rein Deutsches, das überraschend cool daher kommt.

Bevor ich zu viel laber: es sind dann noch ein paar space-ige und ein paar sperrige Sachen dabei, und bei “360°” von Kongo dia Ntotila kann man Rückschlüsse darauf ziehen, dass Zappa auch in Afrika gehört wurde/wird.
Und die CD “Romantc Funk” von Orlando Le Fleming ist es allemal wert dass man mal reinhört.

Erwähnenswert finde ich dann noch Yazz Ahmed, eine britische Trompeterin mit arabischen Wurzeln. Ungewöhnlich. Genau wie ihre Musik. Der Titel ihrer neuen Scheibe heißt “Polyhymnia” und verspricht vielschichtige Musik.
Hier noch ihr Titel “Lost Pearl” (in der psychedelischen Version) von ihrem vorherigen Album “Saboteuse”.

September Playlist

Hier die Playlist mit Musik, die mir im September über den Weg gelaufen ist:

Für mich war das jetzt kein sooo doller Monat, hab viel komisches Zeug vorgeschlagen bekommen … wahrscheinlich haben sie im Hintergrund wieder mal was am Algorithmus gebastelt. Da mussten dann ein paar ältere Titel wie der Lava Juggler oder Funk Jog die Lücke füllen. Hoffe, dass für die einen oder anderen was dabei ist.

Obwohl neulich erst Iggy Popp in einem Interview der Meinung war, dass die Gitarre in der Musik tot sei, weil alles was möglich ist schon gespielt wurde, ist der Mittelteil der Septemberliste deutlich gitarrenlastiger geraten als ich mir hätte träumen lassen.

In letzter Zeit ist mir immer wieder der Begriff “quintuplets” oder “quintuplet swing” über den Weg gelaufen. Nicht dass ich sonderlich viel damit anfangen könnte, aber schnell war da ein Hinweis auf eine deutsche Schlagzeugerin, von der ich schändlicherweise noch nie gehört hatte: Anika Nilles. Ist nicht wirklich meine Musik, aber interessant ist das schon ziemlich …

Und wie das dann halt so ist, kriegt man bei YouTube das eine oder andere zugehörige oder ergänzende Video vorgeschlagen.
Nicht dass Drum Lessons jetzt irgendwas wären, das ich mir öfter als einmal in fünf Jahren anschauen würde. Und nicht dass ich das, was die da macht auch nur ansatzweise checken würde. Und die Musik vom Band gefällt mir auch nicht so recht, aber stellenweise geht mir bei dem was die spielt der Mund nicht mehr zu.
Möchte niemanden dazu anhalten, das ganze Video zu gucken, aber ein paar Minütchen ab Minute 31 darf man sich nicht entgehen lassen …

Monty Alexander ist übrigens ein 75jähriger Pianist aus Jamaika, und seine Nummer Brillant Corners find ich ganz schön originell. Neuer Reggae von alten Säcken …

Apropos alte Säcke, zu denen (neben mir) auch noch Jeff Lorber und Mike Stern gehören: munter und fröhlich kommt deren neue Scheibe zum Teil daher. Ich warte übrigens immer noch drauf, dass Mister Proper Mike Stern mal ein paar dreckige Töne spielt … er ist ja erst 66 … das kann ja noch kommen …
Hier was von denen auf YouTube:

Tauk ist für mich eine Neuentdeckung. Die älteren Sachen gefallen mir besser als die neuen. Wer Lust hat kann bei YouTube gucken, das sind einige komplette Konzerte verfügbar.

Ben L’Oncle Soul hat mal wieder was Neues gemacht, das man gut hören kann, aber immer wenn ich Ben L’Oncle Soul höre, denk ich sofort an die alte Dalida Nummer, die er auf dem Album von Ibrahim Maalouf singt, und die dann natürlich nicht auf fehlen darf.

Viel Spaß!

August Playlist

Die interessantesten Titel, die mir im August über den Weg gelaufen sind, hier für euch zusammengestellt:

Ist ein bisschen lang geraten, aber ich bin auch noch nicht ganz durch. Da muss noch a bissl gestrichen werden …

Sind aber ein paar sagenhafte Stücke dabei, wie z.B. vom Wayne Wallace Latin Jazz Quintett oder von Ola Onabule (nimm dies, Mützenmann!). Manche Titel, die ich als neu für mich entdeckt habe, haben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, wie z.B. der von Marc Johnsons Album “Bass Desires”. Aber 1986 ging einem ja noch einiges durch die Lappen … wo bidde gab’s da in der Kleinstadt solchene CDs zu kaufen?

Lachen musste ich, als ich Pete Escovedos Version des alten Luther Vandross Hits “Never Too Much” gehört hab. Funktioniert auch mit südamerikanischem Fundament!

“Na Ma Turn” von Dele Sosimi hat eigentlich einen ganz schön(en) hypnotischen Rhythmus, aber die Gesangsparts, vor allem die mit dem Chor im Hintergrund, find ich echt panne …

Corey Christiansens “Street Cred” find ich super, vor allem weil es ihm genau das bringt: die Glaubwürdigkeit der Straße. Sonst macht er ja doch öfter das, was Markus (seelig) immer als “Edelschnarch” bezeichnet hat.

Brandee Younger gefällt mir jetzt nicht zu 100%, aber endlich mal wieder was mit Harfe, wo man nicht gleich Sodbrennen von kriegt.

“Feuilles-O” von Kevin Hayes (mit Lionel Loueke) hat das Zeug dazu, in meine Top-Schnulzen aufzusteigen. Wunderbarer Gesangspart!!!

Von Rebecca Nash hab ich mal nur einen Titel in der Playlist, “Inishbofin”. Sagglzement geht’s da ab. Bestimmt zu anstrengend für manche. Allen anderen sei ihr Album “Peacful King” wärmstens ans Herz gelegt. British Jazz at it’s top!

Tucker Antell hat gerade einmal 67 monatlich Hörer, da könnt ihr ihm bestimmt eine Freude machen, wenn ihr fleißig reinhört. Übrigens spielt er auch Sax bei “Blood and Whiskey” von Redtenbacher’s Funkestra.

Und hört euch unbedingt mal “If I Ever Fall In Love” von “The Royal Krunk Jazz Orkestra” an – eine Ohrenweide! Wie immer seien einigermaßene Kopfhörer empfohlen.

That’s it, have fun!