We Speak Luniwaz …

… ist der Titel der neuen CD von Scott Kinsey. Untertitel: The Music of Joe Zawinul.

Höre sie im Hintergrund, während ich dies schreibe.
Und freu mich, dass es wieder mal Musik gibt, die nach Joe Zawinul klingt, auch wenn’s Fake Joe ist.

Scott Kinsey macht schon lange einen auf Zawinul, was mir nicht immer gefällt, aber z.B. bei dem Album “Human Element” ganz gut rüber kommt. Phantastische Musiker mit dabei, allen voran Matthew Garrison am Bass und Arto Tunçboyacıyan als Sänger/Percussionist.

Manchmal lohnt es sich, die alten Zeiten neu zu beleben, und finde auch dass das auf der neuen CD ganz gut gelungen ist:

Hier ein Live Video eines Titels von der angesprochenen CD “Human Element” mit dem phänomenalen Matthew Garrison am bass:

Hey, genau ein Jahr alt, dieses Video! Herzlichen Glückwunsch! Ein paar Views mehr hätte es natürlich verdient. Zwei meiner Lieblings WR Titel …
Hadiren Feraud kriegt auch nen dicken 👍

Hab noch ein bisschen auf YouTube gekramt, da gibt’s ein ganzes Livekonzert mit Scott Kinsey und Jimmy Haslip (die anderen Namen hab ich nicht verstanden). Scheint, wenn ich’s richtig verstanden habe, ein Jaco Pastorius Tribute Konzert zu sein.
Sagt der Ansager tatsächlich “Scott Kinsley”?
Und hört sich der Anfang nicht irgendwie nach “The Pursuit of the Woman With the Feathered Hat” an?

Zildjian Sessions ham wir ja auch schon gehabt hier, deshalb noch dieses kurze Video. Und der Bassist ist doch der, der schon öfters mal bei Scary Pockets mit dabei war …

Das Bild, das diesen Beitrag auf der Übersichtsseite an”teasert”, hab ich übrigens selbst geschossen. Ca 2002 in der Memminger Stadthalle. Das waren noch Zeiten!

Just Friends (in the mirror)

Wer (wie ich lange) bei “The Main Squeeze” an irgendwas Gequetschtes oder Gepresstes denkt, liegt ordentlich falsch. Nicht nur weil die Musik eher locker und ohne Quetschungen und Prellungen daherkommt, nein, auch weil “Main Squeeze” auch schlicht mit “Freund” oder “Freundin” übersetzt werden kann.

Bei Spotify gibt’s einige Alben von den Jungs, die mich allerdings nicht wirklich überzeugen, bzw, bei denen der Funke nicht zu mir überspringen will.

Ganz anders geht’s mir da bei einigen Coverversionen, die man bei YouTube finden kann.
Z.B. “Man In The Mirror”, der alten Michael Jackson Nummer, die mir schon im Original irgendwie gefallen hat, die ich mir halt einfach nie anhöre, weil angestaubt, zu oft im Radio gehört und mir die Stimme von MJ nicht zusagt, weil oft ganz schön gepresst. Ha!
Wenn The Main Squeeze die Nummer spielt, geht für mich das Licht an. Groovt wie Hölle, und jeder der Musiker setzt spielfreudemäßig noch einen drauf, so dass die Nummer für mich mehr Leben hat als das Original.
Okay, die Parts mit Kopfstimme gehen an Jacko.

Phänomenal finde ich auch die Version von “Rule The World”. Auch hier wird dem alten Song neues Leben eingehaucht, bzw. intravenös reingepumpt. So wird auf einmal so ein dünnes Pop-Süppchen wie das von Tears For Fears zu einem kräftigen Eintopf. Witzig finde ich den Synthie-Bass als Reminiszenz an den Synthiepop. Fulminantes Finale!

Deutlich älter (und etwas unreifer) ist das Cover von “Papa Was A Rolling Stone”, das als “Kellervideo” aber auch eine echt gute Energie transportiert, wie ich finde.

Ein kleiner Schlenker muss noch sein: Die “Man In The Mirror” Coverversion vom Myron McKinley Trio.
Die hätte ich bestimmt nicht vorgeschlagen bekommen, wenn sich nicht Stanley Clarke in die Credits eingeschlichen hätte …
Ich kann nicht wirklich was raushören, das ich mit Stanley Clarke verbinden würde, aber was soll’s, ist ja ne schöne Nummer. Vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen mit den Streichern und so.
Ich würde die Version eigentlich gar nicht erwähnen, wenn da aus dem wenigen Material, das es von Myron McKonley bei Spotify gibt, nicht eine Nummer herausragen würde, die unbedingt hörenswert ist: E-12

Nachdem ich Obiges geschrieben hatte, hab ich dann doch mal bei YouTube mach dem Myron McKinley Trio gesucht, und siehe da, beide Nummern von Oben sind auch dort zu finden. Auch hier gilt für E-12: einfach UNGLAUBLICH. Unglaublich, dass es von denen nicht mehr gibt, bzw. dass aus denen nicht mehr geworden ist bisher. Vor allem die Man In The Mirror Version scheint ja mit einigem Buhei produziert worden zu sein: da ist Tatsächlich Stanley Clarke dabei, wenn auch als Dirigent der überzuckerten Streicher, und EW&F-Heinz Verdine White darf auch mit dabei sein (damit man seinen Namen für die Suchfunktion nutzen kann?) plus sehr aufwendige Videoproduktion …
Eigentlich hätte E-12 einen eigenen Beitrag verdient!

Ein Hoch auf den Wanderbass! Klingt saugudd, und hintenraus spielt er echt geiles Zeugs … nichtsdestotrotz gefällt mir der Bass der Main Squeeze Version ein bisschen besser …